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Am Fuß hat sich ein Ballen gebildet, das Grundgelenk der Großzehe knickt zur Außenseite weg und das Laufen bereitet Schmerzen. So macht sich der Hallux valgus – auch Ballenzeh genannt – bemerkbar. Unter dieser schmerzhaften Fehlstellung des Fußes leiden rund zehn Millionen Betroffene, davon 90 Prozent Frauen.
Die häufigste Ursache: Das Tragen von engen und zu hohen Schuhen. Deshalb setzen viele Therapien an dieser Stelle an. Aber es gibt noch mehr Tipps, die dabei helfen, dem Fuß etwas Gutes zu tun. Dafür ist es hilfreich, die Symptome des Hallux valgus zu kennen. Möglichen Folgeerkrankungen kann man nach der Diagnose durch einen Arzt vorbeugen.
Die Füße haben täglich viel zu tragen – das belastet vor allem ihr empfindliches Gewölbe. Hat man an dieser Stelle des Körpers eine Schwäche der Bänder und des Bindegewebes geerbt, dann halten diese das Gewicht auf Dauer nicht gut aus. Das Quergewölbe wird nach und nach „durchgetreten“. Das hat zur Folge, dass es sich absenkt. Der vordere Teil des Fußes verbreitert sich, die strahlenförmigen Knochen im Mittelfuß streben auseinander, und es entwickelt sich ein Spreizfuß. Das geschieht verstärkt bei Frauen, die regelmäßig und über einen langen Zeitraum hinweg zu enge und hohe Schuhe getragen haben. Dadurch wird der Druck auf den Fuß erhöht. Die Folge: Die Zehen werden aus ihrer natürlichen Lage gedrängt und das Gelenk der großen Zehe knickt durch die Belastung ein – ein Hallux valgus mit seinen typischen Symptomen entsteht.
Mit den Beeinträchtigungen, die ein Hallux valgus im Alltag mit sich bringt, müssen Sie sich nicht einfach abfinden. Ohne großen Aufwand können Sie selbst einiges für sich tun, um die Schmerzen zu lindern und die weitere Entwicklung der Fehlstellung zu bremsen. Hier ein Überblick:

Machen Sie Fuß-Gymnastik: Sie können Ihre Fußmuskulatur ganz einfach mit Gymnastik trainieren. Denn sind die Muskeln gut in Form, wirken sie einer Verbreiterung des Mittelfußes entgegen. Die leichteste Übung: Spreizen Sie allein durch Ihre Muskelkraft den großen Zeh von den anderen Zehen ab – morgens und abends je fünf Minuten. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder einem Krankengymnasten weitere Zehenspreizübungen zeigen.
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Nicht umsonst wird der Hallux valgus im Volksmund auch Schief- oder Ballenzeh genannt. Denn genau so zeigt er sich: Mit der Zeit schiebt sich das Grundgelenk der großen Zehe nach außen und wirkt wie ein großer Ballen. Die Zehe selbst dreht sich nach innen und steht dadurch schief. Sie kann sogar die anderen Zehen überlagern, was für Schmerzen und Druckstellen am Fuß sorgt. Außerdem fühlt man sich dadurch beim Laufen behindert. Die Vorwölbung des Ballens und die dadurch bedingte Verbreiterung des Fußes sorgen dafür, dass an dieser Stelle die Schuhe besonders drücken. Dadurch wird die Haut gereizt, rötet sich und kann sich entzünden. Wenn nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen wird, können sich auch Folgeerkrankungen wie Arthrose entwickeln.

Meist genügt dem Arzt ein Blick auf den nackten Fuß, um einen Hallux valgus zu diagnostizieren – so typisch sind die Symptome dieser Fehlstellung. Um festzustellen, wie stark die Statik des Fußgewölbes und die Funktionen der Gelenke beeinträchtigt sind, tastet der Orthopäde den Fuß und die betroffene Stelle zusätzlich ab. Eine Röntgenaufnahme, die im Stehen gemacht wird, kann weitere Klarheit über die Fehlstellung und über mögliche Folgeerkrankungen bringen.
Ob ein Hallux valgus ärztlich behandelt werden muss, hängt damit zusammen, wie stark er ausgeprägt ist und ob er Beschwerden verursacht. Dennoch darf der Ballenzeh nicht als rein kosmetisches Problem verstanden und vernachlässigt werden. Dann entsteht schnell ein Teufelskreis: Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen wechseln einander ab.
Zunächst gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, selbst etwas gegen das Fortschreiten der Fehlstellung zu tun.
Wird eine ausgeprägte Fehlstellung der großen Zehe nicht behandelt, entstehen Druckstellen und auf Dauer eine schmerzhafte Abnutzung: eine Arthrose im Zehengrundgelenk, das durch die alltägliche Belastung stark strapaziert wird. Arthrose kann nicht geheilt werden, es ist lediglich möglich, ihr Fortschreiten zu bremsen. Hat ein Hallux valgus bereits eine Arthrose nach sich gezogen, so muss häufig ein Teil des betroffenen Gelenks entfernt werden. In manchen Fällen wird das Gelenk sogar mittels Schrauben oder Platten versteift.
Stellt man beim aufmerksamen Blick auf seine Füße die typischen Symptome des Hallux valgus fest oder plagen einen Schmerzen am Zeh und Fußballen, so sollte möglichst frühzeitig ein Orthopäde um Rat gefragt werden. Denn dann gilt die Devise: „Schnell vorbeugen und Schlimmeres verhindern!“ Dank spezieller Hallux-Schuhe und Einlagen lässt es sich manchmal über Jahre ohne größere Probleme mit einem schwach ausgeprägten Hallux valgus leben. Sobald sich dieser jedoch schmerzhaft verändert, ist der Arzt wieder gefragt.
Weitere Informationen:
www.gesellschaft-fuer-fusschirurgie.de/hallux-valgus.html