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Wissenswertes zu Diagnose
So entsteht ein Hallux Valgus

So entsteht der Hallux valgus

Hallux valgus, auch als Ballenzeh bekannt, ist ein heute weitverbreitetes Krankheitsbild, dem fast immer ein Spreizfuß vorausgeht. Davon sind Frauen weit häufiger betroffen als Männer. Bei einem Spreizfuß flacht das Quergewölbe des Fußes zunehmend ab und die Mittelfußköpfe spreizen sich nach außen, wodurch sich der Vorfuß verbreitert. Nun liegt die Last des Körpergewichts nicht mehr auf dem äußeren Fußbereich, sondern auf dem Mittelfußknochen. Das allein verursacht in der Regel nur relativ schwache Beschwerden – diese treten häufig erst dann auf, wenn die durch die Fehlstellung ebenfalls verlagerten Sehnen vermehrt Zug auf die große Zehe ausüben und sie in Richtung der anderen Zehen schieben. Das Mittelfußköpfchen auf der Innenseite des Fußes tritt infolgedessen immer weiter hervor – oft begleitet von Schmerzen. Die Wölbung ist meist extrem gerötet sowie druckempfindlich und verursacht vermehrte Reibung am Schuh.

Wie Sie Schmerzen und das Fortschreiten der Fehlstellung verhindern

Bei anhaltenden Fußschmerzen einen Facharzt aufsuchen

Beobachten Sie zum Beispiel vermehrt gerötete und entzündete Haut am Zehengrundgelenk, leiden unter Schmerzen am Fußballen oder entdecken eine Schwellung am Schleimbeutel, sollten Sie diese Symptome beim Facharzt abklären lassen – und das am besten möglichst zeitnah. Um nämlich der Entstehung eines Hallux valgus wirksam vorzubeugen, ist es wichtig, dass Ihr Orthopäde einen ggf. vorhandenen Spreizfuß bei Ihnen diagnostiziert, noch ehe sich ein Ballenzeh überhaupt entwickeln kann. Häufig erkennt der Arzt allein schon durch die äußere Untersuchung, dass eine Fußfehlstellung vorliegt. Seine Diagnose sichert er oft mit einer einfachen Methode, bei der Ihr Stand untersucht wird. Nur selten ist zusätzlich ein Röntgenbild erforderlich. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie bereits an einem Hallux valgus leiden – die Diagnose setzt keine besonderen Verfahren voraus, da die Deformation auf einen Blick gut für den Fachmann zu erkennen ist. Übrigens spricht man erst dann von einem Hallux valgus, wenn sich der große Zeh an seinem Grundgelenk mehr als 20 Grad in Richtung Fußaußenseite neigt. In besonders schweren Fällen kann dieser Winkel sogar bis zu 45 Grad betragen. In Einzelfällen, etwa wenn die Beschwerden so stark ausgeprägt sind, dass eine Operation erwogen wird, ist eine Fußdruckmessung ratsam. Diese wird im Rahmen einer Laufbandanalyse unter Bewegung durchgeführt.

Wie Sie Schmerzen und das Fortschreiten der Fehlstellung verhindern

Wie Sie Schmerzen und das Fortschreiten der Fehlstellung verhindern

Was passiert, nachdem Sie die Diagnose eines Hallux valgus oder Spreizfußes erhalten haben? In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen zunächst orthopädische Einlagen verschreiben, die das Quergewölbe Ihres Fußes stützen. Somit werden Ihre Füße wieder in eine natürliche Position geschoben, wodurch Fußschmerzen gelindert und das weitere Fortschreiten der Fehlstellung verhindert oder wenigstens hinausgezögert werden kann. Auch das richtige Schuhwerk ist bei einem ausgeprägten oder beginnenden Ballenzeh sowie im Falle eines Spreizfußes unerlässlich. Beim Einkauf sollten Sie fünf zentrale Kriterien beachten:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe tatsächlich die richtige Größe haben. Das schicke Paar Stiefel gibt es nur noch eine Schuhgröße kleiner? Ihren Füßen und Zehen zuliebe sollten Sie trotzdem darauf verzichten. Denn zu kurze Schuhe zwängen die Zehen in eine unnatürliche Position.
  • Spitze Schuhe mögen schick sein, engen die Füße aber genauso sehr ein wie zu kleines Schuhwerk. Geben Sie stattdessen lieber Schuhen mit runder Kappe den Vorzug, da sie Ihren Zehen genug Raum geben, sich zu entfalten.
  • Das Tragen zu hoher Absätze gehört zu den größten Risikofaktoren, einen Hallux valgus zu entwickeln. Der verstärkte Druck, der auf dem Vorfuß lastet, begünstigt Fußfehlstellungen genauso wie die Tatsache, dass die Zehen durch den hohen Absatz zusammengestaucht werden. Maximal 4 Zentimeter sollte der Absatz idealerweise betragen.
  • Setzen Sie auf Schuhe, die aus weichem Obermaterial gefertigt und nahtlos verarbeitet sind. So drückt und reibt es nicht so sehr am empfindlichen Mittelfußköpfchen.
  • Zudem sollten Sie prüfen, ob die gewünschten Schuhe über ein Wechselfußbett verfügen. So können Sie die Innensohle jederzeit gegen eine orthopädische Einlage austauschen
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