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Schuhweiten

Die Schuhweite – was ist das eigentlich?

Die meisten Menschen kennen ihre Schuhgröße ganz genau. Fragt man sie jedoch nach ihrer Schuhweite, sind sie schnell ratlos. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Die Größe bezeichnet die Länge eines Schuhs, während die Weite sich darauf bezieht, wie viel Platz Ihren Füßen an den Seiten bleibt. Vor allem der empfindliche Ballenbereich, zwischen dem großen und kleinen Zeh, wird oft in zu enge Schuhe gezwungen. Als Folge entstehen schmerzende Druckstellen und Blasen – im schlimmsten Fall sogar Fehlstellungen. Bei Avena haben wir deshalb verschiedene Weiten für unterschiedliche Fußformen im Sortiment, die jeweils mit Buchstaben bezeichnet sind: Angefangen bei Weite F für schmalere Füße über die Bequem-Weiten G und H für normale bis etwas breitere Füße, bis hin zur Spezial-Weite M für sehr breite oder sensible Füße.

Doch woran erkennen Sie, ob Sie die korrekte Schuhweite gefunden haben? Ganz einfach: Sitzt Ihr Fuß im Ballenbereich, also an seiner breitesten Stelle, fest im Schuh, reibt und drückt nicht, stimmt die Weite. Fühlt er sich zu eng an, wählen Sie lieber eine andere Weite. Mit dem Griff zur nächsthöheren Schuhgröße wäre Ihnen in diesem Fall nämlich nicht geholfen.

Ein Tipp: Normalerweise sind Füße morgens schmaler als abends. Also kaufen Sie Ihre neuen Schuhe am besten in der zweiten Tageshälfte. So stellen Sie sicher, dass Sie passgenaue Schuhe tragen und schützen somit Ihre Fußgesundheit.

Weite F

F Weite – für schlanke Füße

Diese Schuhweite eignet sich ideal für normale, relativ schmale Füße. Mit Weite F können Sie nahezu alle Schuharten und -formen tragen. Ein Tipp: Ballerinas bringen schmale Füße besonders gut zur Geltung. Für Männer eigenen sich vor allem Schuhformen, die nicht so stark auftragen, wie etwa Loafer.

Weite G

G Weite – Komfort-Passform für normale Füße

Wenn Sie bisher problemlos gängige Schuhgrößen getragen haben, kann es gut sein, dass Ihnen Weite G am besten passt. Am schönsten kommen normalgroße Füße in schmal geschnittenen Halbschuhen zur Geltung. Erlaubt ist, was gefällt.

Weite H

H Bequem-Weite – für kräftige Füße

Ihre Füße sind nicht übermäßig breit, aber gängige Schuhgrößen sind oft zu schmal oder drücken unangenehm? Dann ist die bequeme Schuhweite H genau die richtige für Sie. Kräftige Füße und solche mit einem beginnenden Hallux valgus, fühlen sich nämlich besser, wenn die Schuhe etwas breiter geschnitten sind.

Weite K

K Extra-Weite – für sehr kräftige Füße

Die Extra-Weite K ist nicht nur für sehr kräftige Füße ideal, sie bietet auch ausreichend Platz, falls Sie maßgefertigte orthopädische Einlagen tragen – etwa zur Korrektur von Fußfehlstellungen. Ein Tipp: Greifen Sie bei der Schuhwahl eher zu schlichten Farben, da diese den Fuß nicht so stark betonen.

Weite M

M Spezial-Weite – für sehr sensible Füße

Diese Spezialweite ist ideal für alle Füße, die extra viel Freiraum benötigen – etwa durch einen Hallux valgus, einen Hallux rigidus oder Hammerzehen. Durch diese Fehlstellungen werden Füße oft breiter und benötigen in der Folge auch mehr Platz. Schuhweite M passt sich dem problemlos an.

Interview

4. Fragen an die Avena-Expertin 

Bei der Anprobe eines Schuhs achten wir meist nur auf die Größe. Welche Rolle spielt denn die Schuhweite?

Gabriele Hoffmann-Hegger: Für eine optimale Passform ist beides entscheidend. Eine ausreichende Schuhlänge gibt den Zehen den nötigen Freiraum, während die Schuhweite seitlich Platz schenkt und Druckstellen insbesondere im Ballenbereich verhindert.  Denn dort, also zwischen Großzehe und Kleinzehe, ist der Fuß am breitesten.

 

Die Schuhweite bezieht sich also ­­nur auf den Vorfußbereich?

Gabriele Hoffmann-Hegger: Nein, sie bezieht sich auf den gesamten Leisten. Umso weiter der Schuh, desto großzügiger ist der Vorfußbereich geschnitten und desto mehr Volumen besitzt der Schuh insgesamt. Dadurch haben vor allem Zehen und Ballen, aber auch Fußrist und Ferse mehr Platz zum Wohlfühlen.

 

Verändern sich Füße beim ­Älterwerden?

Gabriele Hoffmann-Hegger: Oft ja. Füße sind über die Jahre vielen Belastungen ausgesetzt. Dadurch senkt sich das Fußgewölbe häufig etwas ab. Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen, sondern ist ein schleichender Prozess.

 

Woran erkenne ich, ob ein Schuh die für mich optimale Weite besitzt?

Gabriele Hoffmann-Hegger: Wenn Ihr Fuß an seiner breitesten Stelle, also im Ballenbereich, fest im Schuh sitzt, ohne dass er drückt oder reibt.

Sitzt der Schuh zu eng, lässt sich das nicht dadurch kompensieren, dass Sie zur nächstgrößeren Größe greifen, sondern indem Sie eine andere Weite wählen.

 

Oft verändern sich Füße auch im Laufe des Tages ...

Gabriele Hoffmann-Hegger: Das ist richtig. Oft sind Füße morgens schmaler als abends oder sie schwellen bei Hitze an. Daher sollte man Schuhe möglichst in der zweiten Tageshälfte kaufen.

Für alle, die viel auf den Beinen sind oder deren Füße leicht anschwellen, haben wir eine tolle Lösung: Schuhe mit 2 herausnehmbaren Fußbetten, die Ihren Füße zu jeder Tageszeit die nötige Wohlfühlweite schenken. Sobald Ihre Füße mehr Platz benötigen, nehmen Sie eins der beiden Fußbetten heraus. Oder falls Sie eigene, orthopädische Einlagen einsetzen möchten, entnehmen Sie, je nach Stärke, nur ein Fußbett oder gleich beide.

 

Wirken weiter geschnittene Schuhe nicht klobig?

Gabriele Hoffmann-Hegger: Auch weite Schuhe können einen schlanken Fuß machen. Modelle mit dezentem Keilabsatz strecken den Fuß und lassen ihn so schmaler erscheinen.

Auch modische Prints oder Lochmuster lenken geschickt von mehr Weite ab. Ebenso Klettverschlüsse: Sie sind nicht nur ideal, weil sie sich immer wieder neu anpassen lassen, sondern auch, weil sie den Schuh vertikal „teilen“ und optisch verschmälern.

Bequeme Schuhe | Avena
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