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Tipps zur Vorbeugung | Avena

Was Sie als Risikopatient zur Vorbeugung tun können?

Eine genetische Veranlagung lässt sich zwar nicht ändern – gerade der Ausbruch von Diabetes Typ 2 lässt sich allerdings durch eine Anpassung des persönlichen Lebensstils verhindern oder zumindest deutlich hinauszögern. Die drei wichtigsten Säulen zur Vermeidung von Diabetes und für ein gesundes Leben sind:

  • eine ausgewogene, gesunde Ernährung
  • regelmäßige, am besten tägliche körperliche Bewegung
  • Normalgewicht bzw. spürbare Reduzierung bei Übergewicht

Folgeerkrankungen und was Sie als Diabetiker zum Schutz vor Ihnen tun können!

Das Gefährliche an Diabetes ist, dass der erhöhte Blutzuckerspiegel sowohl die großen als auch die kleinen Blutgefäße schädigt. Damit führt er auf Dauer zu Arterienverkalkung, was wiederum Durchblutungsstörungen an verschiedenen Gliedmaßen bzw. Organsystemen verursacht. Viele Patienten haben daher häufig mit vielfältigen Folgeerkrankungen zu kämpfen.

Jeder Diabetiker kann für sich selbst eine Menge tun, um drohende Folgeerkrankungen zu verhindern oder aufzuhalten. Besonders im Anfangsstadium der Erkrankung kann es gelingen, dass sich diese wieder vollständig zurückbildet.

Diabetisches Fußsyndrom

Jeder zweite Diabetiker hat ein erhöhtes Risiko an dem so genannten „diabetischen Fuß“ zu erkranken. Dieses hat zur Folge, dass auch kleinste Wunden an den Füßen schlecht heilen. Ein Absterben des Gewebes kann die Folge sein. Pro Jahr gehen in Deutschland etwa 40.000 Amputationen auf den diabetischen Fuß zurück. Ursache ist die schlechte Durchblutung. Die Wunden entstehen häufig durch banale Unfälle oder bereits durch bloßes Anstoßen der Zehenspitzen im Schuh. Das Tückische dabei: Die Durchblutungsstörung führt auch zu einer Nervenschädigung, wodurch die Schmerzwahrnehmung als Warnsignal reduziert ist. Betroffene merken häufig schlichtweg nicht, dass sich am Fuß eine Wunde bildet.

Diabetisches Fußsyndrom | Avena

Fuß-Kontrolle

Kontrollieren Sie Ihre Füße bei einem täglichen Fuß-Check auf kleine Verletzungen, Druckstellen und Pilzbefall. Letzterer macht sich in der Regel durch Rötungen, Schuppung und Jucken bemerkbar; ggf. auch durch Aufquellung und Aufweichung der Haut oder kleine Risse. Wenn Sie selbst zur Begutachtung Ihrer Füße nicht mehr in der Lage sein sollten, bitten Sie einen Dritten, dieses für Sie zu tun.

Fuß-Pflege

Gönnen Sie den Füßen täglich ein kurzes, lauwarmes Fußbad. Achten Sie darauf, dass Sie im Anschluss die Haut zwischen den Zehen gut trocknen. Das Auftragen von Cremes hält die Haut geschmeidig und schützt vor Rissen sowie auch vor Fußpilz. Da beim diabetischen Fuß die Schweißproduktion vermindert ist, neigt der Fuß zu Trockenheit und benötigt Feuchtigkeit und Fett. Antimikrobiell wirksame Zusätze wie Silber helfen, Entzündungen zu verhindern.

Nagel-Pflege

Die vorsichtige aber regelmäßige Pflege der Nägel ist bei Diabetikern ein Muss. Wegen der Verletzungsgefahr sollten Sie nur Scheren und Zangen mit speziell abgerundeten Kanten und Spitzen wählen. Achten Sie darauf, Ihre Nagel-Ecken etwas abzurunden. So verhindern Sie, dass ein Nagel in benachbarte Zehen drückt und kratzt. Mit geeigneten Fußpflegegeräten fällt die eigenständige Nagelpflege besonders leicht. Sollten die Nägel eingewachsen sein, dann ist die Behandlung durch einen diabetologisch geschulten Fußpfleger angeraten. Besondere Vorsicht ist auch vor Bakterien und Pilzen geboten. Pflegen Sie die Nagelränder prophylaktisch mit einem Schutzstift und achten Sie auf mögliche Verfärbungen oder Flecken, die Hinweise auf einen möglichen Pilzbefall geben können.

Schuhe

Das Schuhwerk sollte möglichst bequem, weder zu eng noch zu weit geschnitten sein und den Zehen genügend Raum geben. Weiches, gut gepolstertes Material ohne drückende Innennähte verhindert Druckstellen und Blasen. Mit speziellen Diabetiker-Schuhen bieten Sie Ihren empfindlichen Füßen den notwendigen Schutz.

Strümpfe

Diese dürfen keine dicken Nähte haben und keine Falten werfen. Achten Sie darauf, dass das Bündchen nicht einschnürt, wodurch die Füße anschwellen könnten. Spezielle Diabetiker-Socken haben einen hohen Baumwollanteil und sind mit Silberionen ausgestattet, die auf natürliche Weise das Wachstum von Bakterien und Keimen hemmen. Sie helfen so, Wunden und Infektionen vorzubeugen.

Augenerkrankung

Die diabetische Netzhauterkrankung gehört mit zu den häufigsten Erblindungsursachen. Grund sind Durchblutungsstörungen der kleinen Netzhautgefäße, die zunächst unbemerkt die Netzhaut schädigen. Ohne Kontrolle und Therapie kann diese Erkrankung zur Erblindung führen.

Die diabetische Netzhauterkrankung kann verhindert werden, wenn die Blutzuckerwerte und auch der Blutdruck im Normalbereich gehalten werden.

Das können Sie selber tun:

  • Suchen Sie einen Augenarzt auf, wenn bei Ihnen Diabetes diagnostiziert wurde oder Sie Sehbeschwerden feststellen.
  • Achten Sie auf eine optimale Einstellung Ihrer Blutzucker- und Blutdruckwerte.

Herz-Kreislaufsystem

Diabetiker haben ein drei- bis vierfach höheres Risiko an koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt oder Herzschwäche zu erkranken. Der Bluthochdruck spielt hier eine wichtige Rolle. Er ist für die Entstehung oder die Verschlimmerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Auch die Zahl der Schlaganfälle ist deutlich erhöht.

Mit ausgewogener Ernährung und einem gesunden Lebensstil können Sie eine Menge für einen gesunden Blutdruck tun. Ausreichende Bewegung und eine Normalisierung des Gewichtes lassen den Bluthochdruck sinken.

Das können Sie außerdem noch tun:

  • Messen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck mit einem geeigneten Blutdruckmessgerät. Der Blutdruck sollte unbedingt unter 140/85 mmHg liegen.
  • Die Blutfettwerte müssen Sie auch im Auge behalten. Das Triglyzeridfett sollte unter 150mg/dl und das Cholesterin unter 200mg/dl liegen.

Herz-Kreislaufsystem | Avena

Nierenerkrankung

Ein schlecht eingestellter Diabetes verursacht über Jahre eine Schädigung der Nieren (diabetische Nephropathie) mit nachfolgendem Funktionsverlust bis hin zum Nierenversagen.

Ein dauerhaft gut therapierter Diabetes ist die Grundvoraussetzung, eine diabetische Nephropathie zu verhindern. Je früher diese Erkrankung entdeckt wird, desto besser kann das Fortschreiten im Anfangsstadium gestoppt werden.

Diese Dinge können Sie selber tun:

  • Achten Sie auf Ihren Blutdruck, kontrollieren Sie diesen regelmäßig und nehmen wie verordnet Ihre Medikamente ein.
  • Versuchen Sie, eiweißreiche Ernährung zu vermeiden.
  • Kontrollieren Sie selbst mit einem Test Ihren Urin auf das Eiweiß Albumin oder lassen Sie den Wert regelmäßig von Ihrem Hausarzt untersuchen.
  • Hören Sie mit dem Rauchen auf. Der Konsum von 6-8 Zigaretten belastet die Nierengefäße den ganzen Tag.

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